Die Zukunft der Roboterfertigung: Wandelbots Fleet Manager und 5i. Maintenance

Die Zukunft der Roboterfertigung: Wandelbots Fleet Manager und 5i. Maintenance

Dez 21, 2021

Wandelbots bietet mit seiner No-Code Robotic Plattform eine herstellerunbahängige Softwarelösung, die es Menschen vereinfacht mit Industrierobotern zu arbeiten. 5thIndustry ebnet mit seiner 5i.Manufacturing Excellence Cloud den Weg zur Digitalisierung in der Fabrik. Beide Unternehmen kooperieren und verbinden Ihre Lösungen im Bereich Instandhaltung um ein durchgehendes Nutzererlebnis zu ermöglichen.

Hier erklären Anett Diaz (VP Business Developement Wandelbots), Georg Püschel (Co-Founder und Produktmanager Wandelbots), Sebastian Schumann (CTO, 5thIndustry) und Sinayra Pascoal Cotts Moreira (Software Engineer, 5thIndustry) alles zur gemeinsamen Lösung.

Q: Sebastian, wie wird Roboter-Instandhaltung heute gelebt?

A: Der typische Workflow für die Wartung und Instandhaltung ist in den meisten Unternehmen noch komplett analog. Die Instandhaltung muss per Telefon oder Email informiert werden. Arbeitsberichte werden auf Vordrucken manuell erfasst und dann ggf. später in ein System nochmals manuell eingepflegt. Das kostet viel Zeit, ist nicht nachhaltig und erschwert vor allen Dingen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, da die Daten vergangener Störungen oftmals nicht mehr zur Verfügung stehen und auswertbar sind.

Q: Anett, warum herrschen bis heute noch so viele manuelle Prozesse?

A: Das beginnt mit dem Mindset der Mitarbeiter. Viele haben negative Erfahrungen mit schlecht durchdachten und schlecht eingeführten digitalen Lösungen und Prozessen gemacht und haben eine natürliche Abwehrhaltung entwickelt. Aus technologischer Sicht kommt erschwerend hinzu, dass IT Security, vor allem im Bereich der Robotik und der Cloud-Technologien, nach wie vor eine große Schwachstelle ist. Darüberhinaus gibt es noch keinen vereinheitlichten Standard von Protokollen, die es all den verbundenen Maschinen und Sensoren ermöglichen würde, miteinander zu kommunizieren. Erschwerend kommt hinzu, dass Legacy-Equipment nicht kompatibel ist mit modernen Sensoren, die Industrial – IoT ermöglichen würden. Das Resultat sind kostenintensive Umrüstungen und Erneuerungen, für die erst einmal der ROI bewiesen werden muss. Kurzum, es ist nicht leicht, eine seit 20-40 Jahren bestehende und stabil laufende Produktion auf moderne Cloud-Technologien umzustellen, während die Produktionsindustrie überwiegend auf die Sicherheit von IP fokussiert ist.

Q: Georg, was habt ihr euch bei Wandelbots ausgedacht, um das zu lösen?

A: Wandelbots bietet einen Fleetmanager, mit dem man eine ganze Flotte von 6-Achs-Industrie-Robotern von einem Ort aus beobachten kann. Dazu werden Daten über ein Edge-Gerät in die Cloud geschickt. Wir können auch automatisch feststellen, ob zum Beispiel ein Nothalt, eine Prozessunterbrechung ausgelöst oder eine Kraftgrenze überschritten wurde. Der Fleetmanger hilft die Daten zu visualisieren und zu überwachen. Bei Überschreitungen werden Nachrichten z.B. via Email oder Whatsapp versandt.

Die Zukunft der Roboterfertigung: Wandelbots Fleet Manager und 5i. Maintenance

Q: Monitoring-Lösungen gibt es viele, was macht eure so besonders?

A: Vor dem Launch unseres agnostischen Robot Fleet Monitors gab es noch keine herstellübergreifenden Lösungen für das Monitoren von Industrierobotern. Zudem ermöglicht unsere Roboter-agnostische Plattform, diverse Industrieroboter ganz einfach anzubinden und zu überschauen. Der Benutzer bekommt Roboter-spezifische digitale Zwillinge, Visualisierungen und Analysen, mit denen er Probleme erkennen und die Produktivität steigern kann. Der Wandelbots Fleet Monitor bricht damit die Heterogenität der hauseigenenen Lösungen einzelner Roboterhersteller auf und ermöglich so eine agnostische Gesamtsicht auf die Maschinen. Die Nutzer – vom Mitarbeiter in der Produktion bis hin zum Management – bekommen endlich einen transparenten Blick auf die Performance all ihrer Roboter und damit auf ihre komplette Produktion.

Q: Sinayra, wie sieht die 5thIndustry-Lösung für die Instandhaltung aus?

A: Die 5i.Maintenance App digitalisiert den gesamten Instandhaltungsworkflow im Unternehmen, von der Störungserfassung, -bearbeitung bis hin zur nachträglichen Auswertung. Die Störungen können sowohl von den Mitarbeitern oder aber digital direkt über die Roboter und Maschinen erfasst werden.

Die Zukunft der Roboterfertigung: Wandelbots Fleet Manager und 5i. Maintenance

Q: Sebastian, wie sieht jetzt eure gemeinsame Lösung aus?

A: Durch die clevere Verknüpfung unserer Instandhaltungs-Management Anwendung 5i.Maintenance mit dem Fleetmanager von Wandelbots können Roboter quasi selbst Instandhaltungsbedarfe melden, ohne dass manuelle Eingaben notwendig sind. Das gelingt durch die clevere Nutzung der Schnittstellen, die unsere moderne Cloudlösung bietet.
Für die Mitarbeiter in der Produktion und Instandhaltung bedeutet das: mit einer einzigen App können sie auf alle instandhaltungsrelevanten Vorgänge zugreifen. Alle Störmeldungen – egal ob von Robotern, Maschinen oder Mitarbeitern erfasst – sind auf einen Blick zu erkennen und effizienz zu managen. Technische Informationen wie Wartungspläne oder Bedienungsanleitungen sind kontextbasiert direkt aus der App im Zugriff. Und das jederzeit von überall.

Q: Anett, welchen Nutzen hat die gemeinsame Lösung für den Mitarbeiter in der Fabrik?

A: Wenn Roboter im Dauereinsatz sind, müssen Störfälle schnell behoben werden. Durch die Digitalisierung dieser Aufgabe lassen sich Prozessunterbrechungen oder -störungen schneller erkennen und die Qualität der Produktion steigt, da mehr Kontrolle über die Daten der Maschine ständig geprüft werden.
Und indem der Roboter die Störung direkt in die 5i.Maintenance App meldet wird die Instandhaltung umgehend informiert und hat alle Informationen zur Störung und zum Roboter wie z.B Betriebsanleitungen oder technische Zeichnungen sofort zur Hand.

Q: Sebastian, wo siehst Du die größten Anwendungsfälle?

A: Überall dort, wo die Instandhalter eine große Komplexität in Form vieler und unterschiedlicher Anlagen zu überwachen haben. Mit unserer App haben sie alle relevanten Vorfälle auf einen Blick – egal ob auf dem Mobilgerät, am PC oder elektronischen Infotafeln. So ist eine effiziente Störungsbearbeitung ohne Medienbrüche möglich.

Q: Sebastian, wo siehst Du die größten Anwendungsfälle?

A: Überall dort, wo die Instandhalter eine große Komplexität in Form vieler und unterschiedlicher Anlagen zu überwachen haben. Mit unserer App haben sie alle relevanten Vorfälle auf einen Blick – egal ob auf dem Mobilgerät, am PC oder elektronischen Infotafeln. So ist eine effiziente Störungsbearbeitung ohne Medienbrüche möglich.

Sinayra, auf welche andere Anwendungsfälle lässt sich die Lösung skalieren?

Durch die offenen Schnittstellen unserer Lösung lässt sie sich einfach in bestehende IT-Landschaften integrieren. Sei es die Anbindung an bestehende ERP- oder MES-Systeme oder eben die direkte Anbindung von Maschinen und Anlagen. Die Integration mit Wandelbots hat nicht mal 2 Stunden gedauert.

Sebastian,  was ist die Motivation hinter der Kooperation? Wie können Eure Kunden davon profitieren?

In der Vergangenheit war gerade die Produktions-IT geprägt von geschlossenen Systemen die nur schlecht miteinander interagieren und sich nicht verbinden lassen. Es sind Datensilos entstanden. Neue, innovative Lösungen brechen diese Paradigmen auf und es entstehen Ökosysteme die es dem Kunden erlauben sich die für ihn besten Lösungen einfach zusammenzustellen. Diese Flexibilität im Zusammemspiel mit herstellerunabhängiger Technologie ist ein echter Gamechanger für die Industrie.

Georg: was ist Deine Vision für die Fabrik der Zukunft? Wie gestaltet sich die Arbeit?

In der Fabrik der Zukunft werden Mitarbeiter von stupiden, repetitiven Tätigkeiten entlastet – diese Aufgaben übernehmen intelligente Softwarelösungen. Der Mitarbeiter kann voll und ganz seine Potentiale ausspielen, die Prozesse im Werk kreativ zu verbessern und neue Verfahren zu implementieren. Die hierfür notwendigen Daten  stehen ihm dafür jederzeit und überall zur Verfügung. Die effiziente und einfache Interaktion des Menschen mit maschinengenerierten Daten – in unserem Beispiel Störmeldungen vom Roboter – machen es möglich, weitere Produktivitätspotenziale zu heben und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Über Wandelbots

Wandelbots ist die führende Software-Plattform für Roboter. Damit vereinfacht Wandelbots die Robotik und ermöglicht es jedem, Roboter zu nutzen. Wandelbots unterstützt die Beschleunigung der Automatisierung in der Industrie und darüber hinaus, weil wir glauben, dass sich die Welt zum Besseren verändern wird, wenn Menschen sich auf ihre menschliche Kreativität und nicht auf monotone Arbeit konzentrieren.

Die Wandelbots-Plattform ermöglicht es Entwicklern, ihre Software auf der Basis eines hardware-agnostischen Frameworks zu erstellen, die gewährleistet, dass die Apps für alle gängigen Robotern anwendbar sind. Auf Basis der Plattform bietet Wandelbots seine Teaching Lösung an, die einfachste Lösung zur Roboterprogrammierung, die es ermöglicht, den Pfad mit dem TracePen vorzumachen und den Prozess mit einer App zu definieren.

2017 gegründet, beschäftigt Wandelbots heute mehr als 140 Mitarbeiter aus 16 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in Dresden. Das Unternehmen wird mit mehr als 30 Mio. € von Investoren wie Microsoft, Siemens und 83 North unterstützt. Roboter von Universal Robots & Yaskawa bei Kunden wie BMW, Siemens, Berufsakademie Bautzen, Volkswagen & Rolls-Royce laufen auf Wandelbots.

Weitere Informationen über Wandelbots gibt es auf www.wandelbots.com/de

Über 5thIndustry

5thIndustry steht für eine neue Art des Arbeitens in der Fabrik. Die Apps unserer 5i.Manufacturing Excellence Cloud sind flexibel konzipiert – so gelingt die Zusammenarbeit in der Fabrik voll digital und integriert. Gleich, ob Produktion oder Supportbereiche wie Qualitätsmanagement, Instandhaltung oder Arbeitssicherheit: Die Mitarbeiter arbeiten hocheffizient in einer intuitiven digitalen Umgebung. Daten sind immer und überall dynamisch verfügbar. Dies bringt Transparenz und Reaktionsgeschwindigkeit auf ein neues Niveau. Endlich rückt der Mensch in den Mittelpunkt und ist in die Gestaltung und Weiterentwicklung seiner digitalen Arbeitswelt aktiv eingebunden.

Weitere Informationen unter: https://5thindustry.de

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